Guten morgen, hätte mal gerne gewußt,nach welchen Richtlinien, so eine technische Abnahme stattfindet. Es kann doch nicht sein, das jeder Prüfer nach eigenen Regeln abnimmt. was bei dem einen kein Problem darstellt,muß bei anderen wieder unter allen Umständen geändert werden. Bei mir wurde u.a.der Kickstarter beanstandet,bei anderen Teilnehmern wurde es abgenommen,obwohl er identisch mit meinem war,bin im Fahrerlager umher gelaufen und habe mir die abgenommen Kickstarter angesehen und mußte feststellen,daß es genau so war wie bei mir.???Ich hatte den Kickstarter noch mit einem Gummi gesichert, was andere teilweise nicht hatten.,trotzdem mußte ich den Starter entfernen und es wird schon sehr schwierig so einen Einzylinder,beim Vorstart nochm als ohne Kickstarter zu starten. viele Grüße
Hallo WN, es ist schwer, jedes kleine Detail zu regeln und in einem Katalog festzulegen. Soviel ich weiß, sollen grundsätzlich alle Kickstarter ab, bin mir aber nicht sicher. Mach doch bei der nächsten Abnahme eines und bitte die Person die das Fahrzeug abnimmt einen Kollegen zu Rate zu ziehen. Sollte dieser ebenfalls das Entfernen befürworten, dann mußt Du dem leider folgen. Ich habe Verständnis für Deine Bedenken bei 35 C einen Einzylinder anzuschieben ist einfach schei....... und schweißtreibend.
Also ich habe mich kundig gemacht. Laut Reglement sind ausschließlich Rennsportfahrzeuge zugelassen. An diesen Motorrädern haben Attribute von Straßenmotorräder nichts zu suchen und verstossen gegen das Reglement. Zu solchen Attribute zählen neben Beleuchtungsanlage, Tachos auch Kickstarter, welcher an einer Rennmaschine nicht zu suchen hat. Wenn dennoch Fahrzeuge mit Kickstarter am Start standen, sind sie entweder bei der technischen Abnahme übersehen worden oder die Fahrer haben diese nachträglich wieder montiert. Die technischen Komissare sind alle angehalten, dass die Kickstarter entfernt werden. Steht ein Fahrer mit einem Kickstarter am Vorstart und sieht dies ein technischer Komissar, kann dies zu einem direktem Startverbot führen.
Für Dich gilt deshalb, entweder einen Kickstarter zum starten benutzen und danach zu entfernen, einen Rollenstarter zu nutzen oder die Verdichtung insoweit zurück zu nehmen, damit das anschieben möglich ist.
alle Harley und Indian Rennmaschinen mit Getriebe haben einen Kickstarter der sich so ohne weiteres nicht entfernen läßt da er mit der Kickerwelle eine Einheit bildet,dazu müßte das Getriebe teilzerlegt werden,hatte deßhalb auch schon mit der VFV Abnahme Diskusionen . Harry
Das Erscheinungsbild des Fahrers sollte – abgesehen von der Erfüllung der Sicherheitsvorschriften – soweit als möglich Epoche und Einsatzzweck des Motorrades entsprechen.
Dumm gelaufen, ich darf nicht mehr fahren
Also mal ehrlich, wenn das Reglement wirklich richtig angewand wird dürften 2/3 garnicht mehr fahren. Ich habe auch nirgendwo das so lesen können wegen des Kickstarters.
Dann müßten ja auch alle Elektrostarter verboten sein , die gehören ja dann auch nicht an Rennmaschinen, oder sehe ich das falsch
Es geht wohl mehr um den Sicherheitsaspekt beim Kickstarter,der nach einem Sturz wie ein Fleischerhaken durch die Gliedmaßen des Fahrers wühlen kann,und weniger um die Sorge der Kommissare,daß die Rennerle zu schwer sein könnten.
Zum Thema Kickstarter/Starteinrichtung gibt es drei Aspekte:
- Der Historische: Eine Veteranenrennmaschine soll historisch korrekt sein. In aller Regel gab es bei Rennmaschinen keine Startvorrichtung, sie wurden angeschoben. Trotzdem gab es in einigen Sportsegmenten - welche auf der Serie basierten - Starter, welche zum Teil sogar im Reglement festgehalten waren. Solche historisch korrekten Rennmotorräder (und nur solche) müssen also mit einem Kickstarter ausgerüstet sein.
- Der Sicherheitsaspekt: Rennmotorräder sind gefährliche Geräte mit Spitzen, Ecken und Kanten. Dazu zählt auch der Kickstarter. Wird er abgebaut, ist das Problem - manchmal (s.o.) historisch unkorrekt - beseitigt. Soll das historisch korrekte Erscheinungsbild gewahrt bleiben, kann er aber in Ruhestellung fixiert werden und erfüllt somit die Sicherheitsanforderungen.
- Der Optische: Um zu vermeiden dass - soweit per Reglement erlaubt -, biedere Serienmotorräder ohne jeden historischen Hintergrund mit Strassenausrüstung an den Start geschoben werden, gibt es den Passus des "Auf reinen Rennbetrieb umgebauten Serienmotorrades ohne jegliche Strassenattribute". Und dazu gehört auch die sichtbare Starteinrichtung. Wobei der E-Starter halt weniger ins Auge fällt und bei ihm auch der Sicherheitsaspekt aussen vor ist. Clevere Rennfahrer sollen anfangs der sechziger Jahre beim Schiebestart ihrer Honda CB 72/77 den E-Starter benutzt haben....
Diese drei Aspekte sind für die Abnahmekommission verbindlich. Und jeder Teilnehmer muss sich darüber im Klaren sein, dass er historischen Sport betreibt und da war damals das Startprozedere eine oft schwierige Aufgabe. Wer den Aufwand für solch historische Korrektness scheut (Als Erleichterung werden Startmaschinen entgegenkommenderweise ja erlaubt und der Kickstarter kann abnehmbar ja im Fahrerlager benutzt werden) sollte sich nach einem anderen Betätigungsfeld umsehen. Angebote mit einem Motorrad auf einer Rennstrecke zu fahren gibt es ja genug, da muss es nicht unbedingt eine Historikveranstaltung sein.
Gibt es irgendwo Schwarz auf Weiss geschrieben, dass damals Kickstarter VERBOTEN waren ? Nicht ob es solche gab, sondern ob sie ausdruecklich verboten waren. Wenn ja - ist alles klar und korekt. Wenn nein - es ist die uebliche Uebertiebenhait (typich deutsche ), gemausert mit bloeden Einwaende.
keine Kickstarter ist eine Erfindung der Neuzeit speziell Deutsch,ich war schon mit meinen Kickstart Harleys in Italien, Kroatien,Frankreich,Österreich,Belgien,Schweiz,da gab es nirgends ein Abnahmeproblem,außer beim VFV. Harry
Gibt es irgendwo Schwarz auf Weiss geschrieben, dass damals Kickstarter VERBOTEN waren ? Nicht ob es solche gab, sondern ob sie ausdruecklich verboten waren. Wenn ja - ist alles klar und korekt. Wenn nein - es ist die uebliche Uebertiebenhait (typich deutsche ), gemausert mit bloeden Einwaende.
Gruss Christo
habe nochmal nachgeschaut in Fritz Simmerleins Buch Harley Davidson in Deutschland Vol.1 das speziell die Vorkriegs Renngeschichte von Harley Davidson beleuchtet,da sind ne Menge Abbildungen von Paul Weyres,Robbi Jecker und andere Haudegen auf ihren Harley Davidson Werksrennmaschinen mit deutlich zu erkennendem Kickstarter,somit ist für mich absolut klar das die Kickstarterlosen Rennmaschinen eine Erfindung Deutscher Abnahmekommisare sind Harry
im meine motobisti hat die drei wesentlichen Aspekte benannt.
zur Historie: Vorkriegsrenner hatten allermeistens keinen Kickstarter, aber: jene Fahrzeuge und damalige Sicherheitsvorkehrungen waren damals nicht sicher! Man bedenke nur starre Fußrasten, spitze Lenkerhebel, offen rotierende Ruckdämpfer und Kootflügel ohne Bördelung. "Schutzkleidung", fehlende Auslaufzonen ... Es gibt auch historische Rennberichte aus den Zwanzigern bei welchen AJS-Fahrer Getriebe mit Kickstarter montierten um nach (damals häufigen) Stürzen den Brummer nicht (bergauf in Fahrtrichtung) anschieben zu müssen.
zum Sicherheitsaspekt: der ist letztlich eine Konsensfrage zwischen Fahrern und Veranstalter.
Zur Optik: mich persönlich kratzt so ein zusätzlicher Kickstarter nicht.
Schön wäre es wenn am Start historischer Motorradrennveranstaltungen sportliche Anschiebehelfer vom Veranstalter organisiert werden. Der körperliche Stress, bzw. die Angst sich schon beim Start zu "blamieren" könnte damit vermieden werden und so mehr Fahrer an den Start locken. Dann wäre auch eine solche Kickstarterdiskussion hinfällig.
Schön wäre es wenn am Start historischer Motorradrennveranstaltungen sportliche Anschiebehelfer vom Veranstalter organisiert werden. Der körperliche Stress, bzw. die Angst sich schon beim Start zu "blamieren" könnte damit vermieden werden und so mehr Fahrer an den Start locken. Dann wäre auch eine solche Kickstarterdiskussion hinfällig.
bei Fußkuplung und Tankschaltung ist ein Anschieben ohne Helfer schier unmöglich Harry
Moin Leute Wenn ich durch ein Fahrerlager spaziere , denke ich das Raceman recht hat.Dreiviertel (untertrieben) dürften gar nicht fahren wenn man es genau nimmt.Wie denn auch? Wie soll sich denn zum Teil 70 Jahre altes (oder älter) Material ,das gerne mal am limit gefahren wird (je nach Zuschauerzahl )über so lange Zeit brauchbar halten? Ich komm da schon lange nicht mehr mit.Meiner (PERSÖNLICHEN) Meinung nach sollte man mal über eine längst überfällige Lockerung nachdenken.Auch wenn ich nun VFV Prügel bekomme ist das meine Meinung.Was ist denn nun nicht original? Ein Kickstarter nur weil man ihn sieht, oder eine brandneue Kurbelwelle mit Carillo Pleuel im Mag Motor,geparrt mit neuester Nocken Technik. Das Thema ist doch längst gegessen.Eine wirklich authentische Rennmaschine die auch authentisch bleiben soll gehört ins Museum .Und nicht auf die Rennstrecke wenn man sie"bewahren"soll/will. Sorry,das musste ich mal loswerden.
Tja Horst, da muß ich etwas schmunzeln, wenigstens stehe ich nicht alleine da Von den Hondarennern gibt es ja wohl mittlerweile mehr Replicas als es jemals orginale Werksrenner gab. Dreist finde ich es das dann genau diese Replicas dann als Baujahr 1963 ausgegeben werden, so gesehen auf der IOM beim Manx Grand Prix.Deshalb bin ich auch dafür das Reglement zu überdenken.
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